Was ist Coaching?

Hilfe zur Selbsthilfe

Coaching ist ein strukturiertes, methodisch geleitetes Vorgehen in Form eines Gesprächs, das bei erwünschten oder notwendigen Veränderungen Zusammenhänge und Handlungsoptionen sichtbar macht. Coaching ist also Veränderungsarbeit. Es versetzt den Klienten in die Lage, in einem zeitlich eng begrenzten Rahmen individuelle und gruppenbezogene Lösungen in sich selbst zu finden und emotional anzunehmen. Diese vorhandenen Lösungen sind häufig verschüttet unter Anforderungen Dritter, Unkenntnis der eigenen Motivstruktur und Werte und dringenden, aber nicht wichtigen Forderungen des Tages.

Der Begriff des Coachings ist leider auch mit vielfältigen anderen Bedeutungen belegt wie Führungsstil, psychosoziale Beratung, Training, Vertriebs-„Pushing“ oder ziellose Bevormundung. Diese Deutungen werden hier nicht unterstützt.

Zwiegespräch

Nicht jeder findet in seinem Umfeld einen „besten Freund“ mit Lebens- und Berufserfahrung, der ihm am beruflichen Scheideweg oder in Konflikten nicht nur zuhört, sondern ihn auch den Weg zur Lösung finden lässt. Der Coach kann der Sparringspartner sein, der Sie mit Methoden- und Feldkompetenz im geschützten Rahmen von Vier-Augen-Gesprächen oder  Teamsitzungen mittels eines wohlstrukturierten Prozesses zu Ihrer persönlichen Problemlösung führt.

Absolute Vertraulichkeit, gegenseitiges Vertrauen und wechselseitige Offenheit sind die Basis der Zusammenarbeit zwischen Klient und Coach. Vom Betroffenen wird der Klient zum Beteiligten. Er kommt wieder in Kontakt mit seinen Ressourcen und weiß am Ende des Klärungsprozesses, durch welche Haltungen und Handlungen er/sie das eigentliche Ziel erreicht.

Manche Coachs fühlen sich eher in der Psyche des Menschen beheimatet, andere im Feld der Wirtschaft mit ihren Rollen, Strukturen und Hierarchien. Der Klient entscheidet aus seiner Problemstellung und Disposition heraus, durch wen er sich am besten begleitet fühlt. Außerdem: die „Chemie“ muss stimmen.

Klassische Coachinganlässe

Im beruflichen Bereich geht es zumeist um Rollen- und Wertekonflikt bei äußeren Veränderungen, um kritische Situationen und Fragen des persönlichen Entwicklungspotentials wie z.B.

  • Betriebliche Strukturänderungen
  • Übernahme weiterführender Aufgaben
  • Selbstvergewisserung des eigenen Potentials
  • Neuorientierung im Unternehmen
  • Krisen und Konflikte bearbeiten und bewältigen
  • Beziehungen zu Mitarbeitern neu gestalten
  • Eigene Werte und Motivation reflektieren
  • Persönliche Strategieentwicklung

Coach oder Couch?

Coaching gelingt nur, wenn sich der Klient selbst steuern und regulieren kann. Der professionelle Coach grenzt seine Arbeit strikt ab von der Psychotherapie, er vermag die Signale von Belastungs- und Angststörungen, von schwereren depressiven sowie somatoformen Störungen zu erkennen. Er weiß um die Einschränkung der Fähigkeit zur Selbstreflexion in solchen Fällen und wird die Zusammenarbeit ablehnen. Coaching grenzt sich auch ab von jeglichen Formen der Esoterik.

Berater, Trainer oder Coach?

Alle Professionen bieten Nutzen für Mensch und Unternehmen. Aber nur der Coach (was natürlich trotz mangelnder sprachlicher Entsprechung auch eine Frau sein kann) löst einen nachhaltigen Selbstlernprozess beim Klienten aus.


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